Raesfeld, Erle, Homer: Wir sind eine Gemeinde, wenngleich mit unterschiedlichen Gemeindeteilen. Na und? Uns verbindet mehr als nur die Fahrradstraße in der Truvenne. Das Naturdenkmal Femeiche wird immer als die „Erler Femeiche“ benannt, sowie unser Wasserschloss immer „Schloss Raesfeld“ heißen wird. Die knorrige „Predigtulme“ gehört ebenso zum Gemeindeteil Homer, wie das „Ho-Ho-Männchen“.
Also bitte, lasst uns nicht das Trennende betonen, sondern das was uns verbindet. Kirchturmdenken ist nicht unsere Sache; wir sind selbstverständlich der FDP Ortsverband Raesfeld, einschl. aller Gemeindeteile: Raesfeld, Erle und Homer.
Gleichwohl in welchen Ortsteilen unserer Gemeinde — wir möchten uns einmischen, möchten mit den Menschen ins Gespräch kommen und mit ihnen darüber diskutieren, was ihnen am Herzen liegt. Politik auf kommunaler Ebene gestalten setzt voraus, dass wir erkennen müssen, was den Bürgerinnen und Bürgern wichtig ist, welches Anliegen sie haben und was ihre Interessen, Sorgen und Nöte sind — und welches Problem sie gelöst wissen wollen.
Lassen wir uns darauf ein, zeigen wir uns sensibilisiert, indem wir Problemfelder benennen und darüber sprechen. Und das geht halt nur im Dialog mit Menschen die motiviert sind, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen. Und daran mangelt es nicht, wie das Beispiel der vielen Ehrenamtlichen ja bestens zeigt.
Und: Was wäre unser Gemeinwesen ohne ihre engagierte Bürgerschaft? Vieles läuft innerhalb unserer Gemeinde doch rund, dank eines kompetenten Bürgermeisters und seinem fähigen Team in der Gemeindeverwaltung. Und dennoch liegt auch einiges im Argen, wie am Beispiel der jüngst gebildeten Bürgerinitiativen zu erkennen ist – Stichwort: Dorfentwicklung, „Rettet Aelkes“, Funklöcher im Außenbereich, Zeelink-Pipeline, Erler Silvesterpark und der Erhalt von historischen Gebäuden innerhalb unseres Dorfes und der Schlossfreiheit. Wenn sich zunächst eine Bürgerinitiative bilden muss, um etwas zu bewegen, dann haben die etablierten Parteien bereits kläglich versagt.
Wir bieten an, mit uns ins Gespräch zu kommen und laden alle politisch interessierten Mitbürger ein, unsere monatlich stattfindenden Diskussionsrunden durch ihre persönliche Teilnahme zu bereichern. Wir bemühen uns nach Kräften, insbesondere für junge Leute offen zu sein, denn es ist schließlich ihre Zukunft, um die es geht. Wir denken in langen Linien.
Wir haben innerhalb unserer Gemeinde eigentlich eine ideale Ausgangssituation für die Zukunft, weil wir Potenziale haben, auf die wir bauen können: Viele Kinder und zahlreich junge Menschen, die sich bereits jetzt und auf vielfältige Weise einbringen — durch ihre Zugehörigkeit in Vereinen und Organisationen einen wertvollen Beitrag leisten. Wir sollten alles daran setzten „diesen Schatz“ zu hüten und zu pflegen, indem wir die „neue Generation“ ernst nehmen. Wir alle sind gefordert, den jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen, damit sie sich in einer weltoffenen, modernen und wettbewerbsfähigen Gesellschaft entwickeln können, um diese mitzugestalten und im gesellschaftlichen Diskurs voranzubringen.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard G. Nießing
Ortsvorsitzender